Podologische Methoden

Podogramm (1), Einlagenbau mit Elementen (2)
und fertige Therapiesohle (3).
Bei der Untersuchung werden Gelenks- und Muskelfunktionen überprüft. Mittels eines Podogrammes (Fingerabdruck des Körpers) wird ersichtlich an welchen Stellen der Körper falsch belastet wird und wie weit sich die Zentrierung des Körperschwerpunktes verschoben hat.
Der Podologe bedient sich zweier Methoden, der biomechanischen und der sensomotorischen Methode.
Biomechanik befasst sich mit rein mechanischen Veränderungen, die über verschiedene Hebelmechanismen und Gewichtsverlagerungen den Stand der Knöchel, des Knies, der Hüfte und des Rückens verändern und dynamische Überbelastungen beheben.
Bei der sensomotorischen Methode wird von der regulierenden Wirkung des Nervensystems auf Haltung und Muskelbelastung ausgegangen.
Propriozeption
Durch gezielte Ansteuerung von Rezeptoren (Golgi-Organe) werden Muskeln bzw. Sehnen reaktiviert. Diese Regulierungsmechanismen nennt man Propriozeption.
Differenzierung zur orthopädischen Einlagenversorgung
Orthopädische Einlagen sind passive Einlagen, d.h. der Fuß wird in der Fehlstellung abgestützt. Die Fußmuskeln "arbeiten" nicht ausreichend, was die Funktion des Fußes nicht nachhaltig verbessert.
Podologische Therapiesohlen sind aktive Einlagen, d.h. die Fußmuskeln müssen "arbeiten". Die Fußmuskulatur wird dadurch kräftiger, die Schrittabwicklung normalisiert sich und das Gangbild wird verbessert. Weiters wird das Zusammenspiel der Fuß-, Bein- und Rückenmuskeln positiv beeinflusst.



